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Filmtipp: Mit dem Bauch durch die Wand

This page as PDFNovember 8th, 2011 Posted in Elternbildung, News

Frauen kriegen Kinder. Doch ist man, wie Sandra, Jasmine und Jennifer noch keine achtzehn, wenn der Bauch zu wachsen beginnt, wird man schief angeschaut. Und ist das Baby geboren, stellt sich heraus, dass das Leben mit Kind einiges herausfordernder ist, als man sich dies in seinen rosaroten Teenager-Träumen ausmalte.

So beginnt der Pressetext zum Dokumentarfilm “Mit dem Bauch durch die Wand”. Regisseurin Anka Schmid hat 3 Teenager-Mütter während drei Jahren mit der Kamera begleitet. Ein Film, der berührt, weil er Einblicke in grosse Herausforderungen bietet, und mit welchem Elan die drei „Girls“ sich darin zurechtfinden. Auch ein Film zum Nachdenken: über Beziehung, Sex, Kinder und Lebensplanung. In Einsiedeln wird der Streifen voraussichtlich Ende November in der Cineboxx laufen. (Genaue Aufführungsdaten siehe: www.cineboxx.ch oder Veranstaltungshinweise im Einsiedler Anzeiger)

Thema Aufklärung

Für Eltern mit Teenagern bietet der Film eine interessante Gelegenheit, über Liebe, Sex und Zukunft ins Gespräch zu kommen. Denkanstösse vermittelt der Film jedenfalls genug. Mit einer konkreten Geschichte vor Augen lässt es sich einfach viel leichter über Fragen reden, die sonst klingen, als stammten sie
aus einem Lehrbuch. Wer hat nicht schon über César Keisers Sketch “My Sohn nimm Platz!” gelacht? Aufklären ist so eine Sache. Was sollen Eltern vermitteln?  („Die Schule macht das ja auch noch…“) Wieviel Fachwissen ist nötig? Und wieviel Werte? („Ob die Lehrperson wohl etwas in Richtung Treue und Verantwortung sagt? Oder sagen darf?“) Und was können Eltern überhaupt weitergeben? Schliesslich ist das Thema ausgerechnet dann aktuell, wenn Frau Tochter und Herr Sohn meist lieber auf elterliche
Ratschläge und Gespräche verzichten würden. („Ob mein Kind mir überhaupt ernsthaft zuhören würde?“)

Kinoabend als Diskussionsgrundlage – Warum nicht?

Wie wäre es, wenn sich Eltern und ihre Heranwachsenden zusammen „Mit dem Bauch durch die Wand“ ansehen würden? Statt seichter Unterhaltung, Stoff aus dem realen Leben? Der Wirklichkeitsbezug des Dok-Films weckt fast automatisch Fragen, die zum Diskutieren anregen. Wie bewusst ist Jugendlichen ihre Verantwortung? Was hat sie bewegt, das Leben in ihrem Bauch zu schützen und Mutter zu werden? Wie geht es weiter, wenn junge Liebe so umwälzende Herausforderungen überstehen soll? Wer denkt in den verliebten Momenten an Fragen wie: „Würde mein Freund ein verantwortlicher Vater sein?“ – Trotzdem, der Film ist keineswegs ein düsteres Drama. Selbst die  Regisseurin war überrascht, „mit welchem Elan sie ihren je eigenen Weg gehen“.

Passend zum aktuellen Filmthema hat Vitamin C Weiterbildung alle Hebel in Bewegung gesetzt und kurzfristig einen Fachreferenten für einen Elternbildungabend gewinnen können. Schon aufgeklärt? – Elternbildungsabend am 24. November 2011

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