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Eltern und Kinder gemeinsam für ein sauberes Einsiedeln

This page as PDFSeptember 10th, 2014 Posted in News

sar. Littering ist die zunehmende Unsitte, Abfälle im öffentlichen Raum achtlos wegzuwerfen oder liegen zu lassen, ohne die dafür vorgesehenen Abfalleimer oder Papierkörbe zu benutzen. So die kurze Erklärung der IG Saubere Umwelt, die am 12. und 13. September 2014 wieder zum schweizweiten Cleanup-Day aufruft. Auch in Einsiedeln findet die Aktion statt. Und Vitamin C Weiterbildung unterstützt diesen Aktionstag tatkräftig.

Aufräumtage, so hat die Erfahrung bestätigt, haben eine bleibende Wirkung auf die Teilnehmer. Kinder, die 2007 bei einer Dorfputzete in Einsiedeln mitgemacht haben, waren noch Tage nach der Aktion in ihrer Freizeit aktiv und reinigten freiwillig ein weiteres Stück am Ufer der Alp. Das ist wohl nicht der repräsentative Durchschnitt, und zeugt von einer kindlichen Begeisterungsfähigkeit. Aber eins ist sicher: der Blick für die unschönen Tatsachen rund ums Littering wird geschärft. Wer sich freiwillig als Abfallsucher betätigt, lernt einiges über die Ursachen von Littering kennen. Man entwickelt einen Sinn für besondere Ort, wo viel Abfall “aus der Hand rutscht”. Es sind die dunklen und eher unbeobachteten Ecken und Durchgänge. Man fragt sich, warum Energy-Drinks eigentlich so heissen, wenn der Typ, der sie konsumiert hat schon Sekunden nach dem letzten Schluck die leichte Alu-Dose nicht mehr tragen kann und ermattet in den Strassengraben “ablegt”. Dass dies auch aus fahrenden Autos geschieht, lässt das Rätsel noch grösser werden. Und durch Beobachtung prägen sich natürlich auch die nächstliegenden Abfallbehälter ein. Eigentlich wäre es so nah gewesen. Hat es der Betreffende nicht gewusst? Nie wissen wollen?

Littering ist auch Erziehungsthema

Hier ist eine Schnittstelle zum Alltag von Eltern. Wer kann nicht ein Lied singen, wieviel Elan es jeden Tag braucht, bis die Zimmerordnung ein Minimum an Lebensqualität und Ordnung erreicht. Wieviel Ausdauer ist nötig, dass auch gemeinsam genutzte Wohnungsbereiche nicht als Entsorgungsfläche gerade nicht benötigter Schulhefte, Gameboys oder Süssigkeiten und halbvollen Getränken genutzt wird? Es gibt offenbar ein System, das kreisartig funktioniert. Wenn der Ordnungssinn so weit gediehen ist, dass die eigenen schönen Ecken i.O. sind, ist das noch keine Garantie, dass es auch im Schuhregal mit der Ordnung klappt. Und dann erst, wenn die Haustüre verlassen ist. Fundstücke im Garten lassen ahnen, dass dort nicht plötzlich die heile Welt herrscht. Wer hat sich als Erziehender nicht schon gehofft, dass die Schokoladenpapierchen auf der Strasse in Hausnähe nicht von den eigenen Kindern stammen.

Der Clean-up-day ist eine tolle Gelegenheit

Am Clean-up-day geht es um Ordnung im öffentlichen Bereich und um ein waches Bewusstsein, wie fragil die Ordnung eigentlich ist. Ist es aufgeräumt, gilt in der Regel, dass eine Menge an Geld eingesetzt wurde, und jemand für Sauberkeit gesorgt hat. Der Clean-up-day ist eine einzigartige Möglichkeit, genauer hinzusehen. Wer am Freitag, 12. September, zwischen 14 und 17 Uhr einige Zeit frei hat, kann etwas Aussergewöhnliches mit seinen Kindern unternehmen. Wer schon einmal mitgemacht hat, der weiss, dass Clean-up-day auch für Begeisterung, Freude und eine tolle Stimmung steht. Wann gibt es das bei den täglichen Ermahnungen zur Sauberkeit im eigenen Haus? Wenn dann am Ende etwas vom gemeinsamen Einsatz für ein sauberes Einsiedeln schlussendlich auch für den häuslichen Bereich überschwappt, dann wäre dies eine klassische “Symbiose”. Ich bin dabei am Freitag.

Termin: Freitag, 12. September 2014, 14.00 – 17.00 Uhr, Treffpunkt Sennhofplatz vor der Migros

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